-  Zwei Minuten vor Schluss darf man die Uhr anhalten, wenn man Remis reklamiert.

   Der Mannschaftsführer entscheidet dann.

 

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§ 1 Spielregeln – Turniere - Schiedsgericht – Proteste

 

 

Absatz 1        Allgemeines

 

Bei allen Meisterschaften des Kreisverbandes Augsburg finden die Spielregeln des Weltschachbundes FIDE Anwendung, soweit nicht Abweichungen in den Regeln des Deutschen Schachbundes (DSB), des Bayerischen Schachbundes (BSB), des Bezirksverbandes Schwaben und den hier folgenden Bestimmungen enthalten sind.

Die Spieler dürfen nach Beginn der Partie jederzeit Remis vereinbaren.

 

Absatz 2       Rauchverbot

Bei allen Turnieren des Kreisverbandes Augsburg besteht striktes Rauchverbot im Spielbereich.

Proteste

 

Proteste, die nicht den Spielbetrieb betreffen, sind beim 1. Vorsitzenden des Kreisverbandes einzureichen.


Proteste, die den Spielbetrieb betreffen, sind im Ligamanager (nachfolgend „LM“ genannt) anzukündigen und beim zuständigen Spielleiter einzureichen. Dazu gehören auch die Proteste gegen die Entscheidungen von Turnierleitern oder Schiedsrichtern.

 

                        Über den Protest entscheidet das zuständige Vorstands-mitglied pflichtgemäß innerhalb einer angemessenen Frist.

Sämtliche Proteste sind innerhalb von   d r e i   Tagen nach dem Ereignis, das zum Protest führte, anzukündigen. Der Protest ist innerhalb von   s i e b e n   Tagen nach dem protestauslösenden Ereignis schriftlich zu begründen und auf dem Postweg einzureichen, wobei das Datum des Poststempels maßgebend für die Einhaltung der Protestfrist ist.

           

Bei Mannschaftskämpfen sollte der Protest eines am Wettkampf beteiligten Vereins oder Spielers im LM und auf der Ergebnismeldung (Spielberichtskarte) angekündigt werden.

Der Verein, der Protest angekündigt hat oder dessen Spieler Protest einlegen will, nimmt den Spielbericht im Original unmittelbar nach dem Ende des Wettkampfes an sich. Der Spielbericht, auf dem der Protest vermerkt ist ( Original ! ), muß spätestens am 4. Tag nach dem Wettkampf beim zuständigen Spielleiter eingetroffen sein.

 

Werden die Gründe, die einen Protest auslösen, erst nach dem Wettkampf bekannt, so muß der Verein sofort beim zuständigen Spielleiter Protest ankündigen. Die Begründung muß spätestens am 4.   Tag nach der Ankündigung beim zuständigen Spielleiter eingetroffen sein.

Absatz 4       Die Mannschaftsmeldung

 

Die Vereine melden ausschließlich bis 15.8 über den Ligamanager (LM) des Kreisverbands Augsburg ihre Mannschaftsaufstellungen, wobei die 8 (in der B und C-Klasse 6) Stammspieler und die Ersatzspieler in festgelegter Reihenfolge zu melden sind. Die Nummerierung der Spieler erfolgt durch den LM.           

Eine Nachmeldung von Spielern ist möglich. Mannschaftsmeldungen, die nach dem 15.8. (Datum des Poststempels) eingehen, werden mit einer Buße von EUR 20,-- belegt.

 

Die Mannschaftsmeldung des Vereins im LM muß enthalten:

Postanschrift – Mannschaftsführer – Telefon – Spiellokal – Spieltag – E-Mail-Verteiler.

 

Der zuständige Spielleiter kann Mannschaftsnominierungen ganz oder teilweise zurückweisen, wenn nachrangige Bretter um mehr als 300 DWZ - Punkte besser sind, ohne das dies auf Aufforderung des zuständigen Spielleiters begründet wird.

 

            Die gemeldeten Spieler dürfen nicht bei einer auf höherer Ebene spielenden Mannschaft als Stammspieler gemeldet sein. Im laufenden Spieljahr kann die gemeldete Reihenfolge nicht verändert werden.

Die gemeldeten Spieler erhalten vom zuständigen Spielleiter mit Veröffentlichung des Ligaheftes die Startberechtigung. Die Veröffentlichung des Ligaheftes erfolgt ausschließlich über den LM.

Absatz 6   Spielverlegungen

 

Spielverlegungen auf einen früheren Termin sind jederzeit möglich, jedoch kann dies bei der letzten Runde nur mit Zustimmung des zuständigen Spielleiters erfolgen.

Spielverlegungen auf einen späteren Termin können nur mit Zustimmung des zuständigen Spielleiters vereinbart werden.

Spielverlegungen auf einen Termin nach der letzten Runde sind nicht möglich.

Spieler, die an dem vom Spielleiter ursprünglich angesetzten Termin nicht spielberechtigt waren, sind auch bei Spielverlegung nicht spielberechtigt. Die Aufstellung eines solchen Spielers wird als Fehlaufstellung gewertet.

Absatz 8       Die Mannschaftsaufstellung

                       

Die Mannschaft hat in der gemeldeten Reihenfolge anzutreten. Fehlen Stammspieler, so rücken die verbleibenden Stammspieler auf und die Ersatzspieler schließen sich entsprechend ihrer gemeldeten Reihenfolge nach dem zuletzt aufgestellten Stammspieler an.

In einer Mannschaft gemeldete Stammspieler die während der Saison an keinem Mannschaftskampf teilgenommen haben dürfen in der Folgesaison in dieser oder einer höherrangigen Mannschaft des Kreisverbands Augsburg nicht eingesetzt werden. Bei Härtefällen entscheidet der Spielleiter.

 

Zulässig ist auch ein Offenlassen bis zu vier Brettern unter Namensnennung der nicht anwesenden Spieler. Ohne Namensnennung werden alle folgenden Spieler als Fehlaufstellung gewertet.

           

Der Einsatz eines nicht spielberechtigten Spielers hat den

Verlust des gesamten Wettkampfes mit Aberkennung aller

Brettpunkte zur Folge.

 

Spieler dürfen in übergeordneten Ligen dreimal eingesetzt werden, ohne daß sie sich festspielen; eine Doppelrunde bzw. ein Spieltag über mehrere Termine wird dabei als eine Runde angesehen. Stammspieler der C-Klasse sind von dieser Regel ausgenommen.

 

Spieler ohne Startberechtigung können noch am Spieltag mit der Ergebnismeldung nachgemeldet werden.

 

Absatz 9       Fehlaufstellung

 

Bei fehlerhafter Rangfolge haben alle Spieler mit kleinerer Rangnummer als ein Spieler, der vor ihnen eingesetzt ist, ihre Partie verloren.

 

Absatz 12     Mannschaftsführer

                       

Jede Mannschaft muß einen Mannschaftsführer haben. Dieser gilt dem Kreis und den beteiligten Vereinen gegenüber als berechtigt und verpflichtet, in Angelegenheiten, die seine Mannschaft betreffen, bei Vereinbarungen von Wettkämpfen und während derselben für seine Mannschaft zu handeln. Bei Verhinderung des Mannschaftsführers ist ein anderes Mitglied des Vereins verpflichtet, den Mannschaftsführer zu vertreten. Während des Wettkampfes hat er eine neutrale Position zu allen Fragen, die die Partien betreffen, einzunehmen.

Bei Mannschaftskämpfen sollen die Mannschaftsführer stets die FIDE - Regeln und die aktuell gültige Turnierordnung des Kreisverbands Augsburg mitführen. In Streitfällen sollen sich die beiden Mannschaftsführer um ein gemeinsames Protokoll zum Sachverhalt bemühen.

Der Mannschaftsführer darf die Spielberechtigung und Identität der eingesetzten Spieler der gegnerischen Mannschaft überprüfen.

Der Mannschaftsführer darf bei einem Remisangebot gefragt werden, ob es angenommen werden soll, er darf gefragt werden, ob ein Remisangebot ausgesprochen werden soll, er darf von sich aus einen Spieler seiner Mannschaft auffordern, ein Remisgebot abzugeben. In allen Fällen muß sich der Mannschaftsführer darauf beschränken, einen kurzen Hinweis zu machen, der nicht als Partiekommentar oder Stellungsanalyse ausgelegt werden kann. Diese besondere Befugnis des Mannschaftsführer ist nicht beliebig delegierbar, zu jedem Zeitpunkt darf nur eine einzige, dem Gegner benannte Person, diese Befugnis ausüben.

Absatz 13     Die Wettkampfleitung

 

Bei allen Mannschaftskämpfen übernimmt der Mannschaftsführer des Heimvereines die Schiedsrichterfunktion.

 

                        Reklamiert ein Spieler in einem Mannschaftskampf Remis nach den Regeln für die Endspurtphase der FIDE so ist Anhang D der FIDE - Regeln anzuwenden, d.h. die Partie ist beendet und auf der Ergebnismeldung wie eine Hängepartie zu vermerken. Die Entscheidung über das Ergebnis der Partie trifft der Spielleiter endgültig.

            Wenn ein Mannschaftsführer selbst spielt oder anderweitig verhindert ist, so können die Schiedsrichteraufgaben von anderen Vereinsvertretern mit besonderer Beauftragung übernommen werden. Zu den Schiedsrichteraufgaben gehört es, dafür zu sorgen, daß die Schachregeln genau eingehalten werden (insbesondere die Zeitkontrolle).

                        Ist in der Partie des Mannschaftsführers einer Mannschaft eine Schiedsrichterentscheidung zu treffen, muß der Spieler seine Befugnisse als Schiedsrichter   v o r ü b e r g e h e n d   auf den Mannschaftsführer der Gastmannschaft, und falls dieser nicht anwesend ist, an ein anderes Mitglied seiner Mannschaft übertragen.

            Hat der Mannschaftsführer der Heimmannschaft in einem Streitfall erst nach aufwendiger Erhebung bzw. Überprüfung von Tatsachen zu entscheiden, darf er für die Dauer seiner Tätigkeit als Schiedsrichter die Schachuhr in seiner eigenen Partie anhalten. Beträgt seine Restbedenkzeit in seiner laufenden Partie weniger als   z e h n   Minuten und ist gerade kein Vertreter anwesend, darf er bei j e d e r   seiner Schiedsrichterentscheidung die eigene Schachuhr anhalten.

Endgültige ( d.h. nicht anfechtbare ) Entscheidungen gemäß den FIDE - Regeln darf nur der zuständige Spielleiter treffen.